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ROD
PIAZZA & MFBQ "THRILLVILLE"
Source: Blues News Magazin
Date: 11/2007
Writer: KK |
Also, wenn es heißt Rod Piazza und das MFBQ, dann ergibt das für mich 5 Leute. Eigentlich müsste es jedoch heißen „Rod Piazza’s Mighty Flyers Blues Quartet“, denn der Harpspieler und Sänger hat nur noch Honey Piazza am E-Klavier, Henry Carvajal an der Gitarre und seinen neuen Drummer Dave Kida hinter sich – keinen Bass mehr. Den besorgt jetzt Miss Honey, indem sie mit der linken Hand den „thunder bass“ bedient, wie es hier genannt, aber nicht näher erläutert wird. Den Sound der Flyers verändert das kaum, denn das (wahrscheinlich) Keyboard-Teil macht nicht nur tiefe Töne, sondern imitiert auch den Anschlag eines Kontrabasses. Ansonsten gibt es nichts Neues im Hause Piazza: Auf der neuen Studio-CD finden sich drei Little-Walter-Cover (eins davon das selten gehörte „I Don’t Play“, das Willie Dixon für ihn geschrieben hat), eine schöne Version des „Hoodoo Man Blues“ (von Sonny Boy I via Junior Wells), die jazzige R&B-Nummer „Sugar“, Elmore James’ „Stramger Blues“ (der eher wie der von Sonny Terry & Brownie McGhee klingt) sowie ein Instrumentaltitel des Gitarristen und 6 Stücke von Rod oder Rod & Honey Piazza. Bei „MFBQ“ wird die Gruppe funky, ohne mich davon zu überzeugen, aber wenn’s um Retro-Grooves und fette Harp geht, ist Piazza nach über 40 Jahren Plattenkarriere immer noch einer der Chefs. Besonders der Harp-Instrumentaltitel „Snap Crackle Hop“ und die von Catherine Hodge geschriebene R&B-Nummer „It Can’t Be True“ können vollauf überzeugen. Die Flyers haben seit Jahren ihren Sound gefunden und ändern ihn nicht. Warum auch? Ob mit richtigem oder synthetischem Bass, die Mächtigen fliegen unbeirrt weiter ihren Retro-Harp- und Gitarren-Blueskurs – und die Fans wissen, was sie erwartet.
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